Perfektionismus loswerden
Kennst du diesen Gedanken?
Du hast den ganzen Tag so viel gemacht – Kinder versorgt, gekocht, organisiert, aufgeräumt.
Und trotzdem liegst du abends im Bett und denkst:
„Ich habe nicht genug geschafft.“
Der Wäschekorb ist noch voll.
Die Küche nicht perfekt aufgeräumt.
Die Geduld mit den Kindern war heute nicht endlos.
Und plötzlich meldet sich diese leise Stimme:
„Andere Mamas kriegen das besser hin.“
Wenn „perfekt“ alles dominiert
Perfektionismus begleitet viele Mamas jeden Tag.
Perfektionismus ist oft der größte Gegner deiner inneren Balance.
Besonders hochsensible Mamas spüren den inneren Druck oft sehr stark.
Wenn du dich häufig erschöpft fühlst, kann dir auch dieser Artikel helfen: >> Nie mehr Stress im Mama-Alltag.
Sie möchten alles richtig machen.
Für ihre Kinder das Beste geben.
Niemanden enttäuschen.
Doch genau dieser Anspruch kann schnell dazu führen, dass du dich ständig erschöpft und überfordert fühlst.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deinen Perfektionismus loslassen kannst – Schritt für Schritt und mit mehr Selbstfreundlichkeit.
Warum bei Mamas der Druck so groß ist
Unsere Gesellschaft stellt enorme Erwartungen an Mütter.
Du sollst:
- liebevoll sein
- geduldig sein
- organisiert sein
- gesund kochen
- arbeiten
- und gleichzeitig glücklich aussehen
Social Media verstärkt diesen Druck zusätzlich
Viele Mamas entwickeln dadurch auch ein starkes schlechtes Gewissen. Hier findest du >> 9 hilfreiche Tipps, um dein schlechtes Gewissen loszulassen.
Überall scheinen perfekte Familien zu existieren:
perfekte Kindergeburtstage, perfekt aufgeräumte Häuser, perfekte Brotdosen.
Doch die Wahrheit ist:
Perfektion existiert nicht.
Und der Versuch, sie zu erreichen, kostet unglaublich viel Energie.
Gesunder vs. ungesunder Perfektionismus
Nicht jeder Perfektionismus ist problematisch.
Es gibt auch einen gesunden Perfektionismus. Gesunder Perfektionismus entsteht dann, wenn du gut für dich sorgst und deine innere Balance im Blick behältst:
Du möchtest Dinge gut machen.
Du übernimmst Verantwortung.
Du hast Werte.
Das ist wunderbar.
Problematisch wird Perfektionismus erst dann, wenn er:
- Druck erzeugt
- dich erschöpft
- dich ständig zweifeln lässt
- dir das Gefühl gibt, nie genug zu sein
Dann geht es nicht mehr um Qualität – sondern um Selbstwert.
Woher kommt Perfektionismus?
Perfektionismus entsteht oft sehr früh.
Viele Menschen haben gelernt:
- „Sei brav.“
- „Mach alles richtig.“
- „Streng dich mehr an.“
Vielleicht hast du auch erlebt, dass Liebe oder Anerkennung davon abhängig war, wie gut du etwas gemacht hast.
Diese Muster begleiten uns oft unbewusst bis ins Erwachsenenalter – besonders im Mama-Alltag.
Häufig stecken dahinter tief verankerte Glaubenssätze.
In diesem Artikel zeige ich dir, >> wie du belastende Glaubenssätze schrittweise auflöst.
13 Tipps, um deinen Perfektionismus loszuwerden
Hier sind 13 Impulse, die dir helfen können, mehr Gelassenheit in deinen Alltag zu bringen.
Perfektionismus loszulassen bedeutet nicht, weniger zu leisten.
Es bedeutet, Schritt für Schritt wieder zurück zu deiner inneren Balance zu finden.
1. Arbeite mit deinen Glaubenssätzen
Perfektionismus steckt oft in inneren Überzeugungen wie:
- „Ich muss alles richtig machen.“
- „Ich darf keine Fehler machen.“
- „Andere müssen zufrieden mit mir sein.“
Schreibe diese Gedanken auf und formuliere bewusst neue Sätze:
- „Ich darf Fehler machen.“
- „Ich bin gut genug.“
2. Gib Kontrolle ab
Viele Mamas übernehmen alles selbst.
Doch dein Umfeld darf ebenfalls Verantwortung tragen.
Lass Dinge bewusst auch andere erledigen – selbst wenn sie sie anders machen als du.
3. Nutze Atemübungen
Wenn dein Perfektionismus Stress auslöst, hilft eine einfache Technik:
Atme langsam ein.
Halte kurz inne.
Atme bewusst aus.
Schon wenige bewusste Atemzüge helfen deinem Nervensystem, wieder zurück in deine innere Balance zu finden.
4. Erlaube dir, Fehler zu machen
Das klingt vielleicht ungewohnt.
Doch Fehler sind ein wichtiger Teil von Entwicklung.
Wenn deine Kinder sehen, dass du Fehler machen darfst, lernen sie dasselbe.
5. Mach bewusst weniger
Perfektionismus führt oft dazu, dass du ständig mehr tust.
Versuche bewusst das Gegenteil:
Lass Dinge liegen.
Räume nicht sofort auf.
Erledige Aufgaben später.
Und beobachte, was wirklich passiert.
6. Vermeide Vergleiche
Vergleiche sind Gift für dein Selbstwertgefühl.
Besonders auf Social Media sehen wir oft nur perfekte Ausschnitte.
Versuche dich stattdessen nur mit einer Person zu vergleichen:
Mit dir selbst.
7. Sei deine eigene beste Freundin
Überlege einmal:
Wie würdest du mit deiner besten Freundin sprechen, wenn sie überfordert ist?
Wahrscheinlich liebevoll.
Versuche, genauso mit dir selbst zu sprechen.
8. Bitte um Hilfe
Du musst nicht alles allein schaffen.
Viele Mamas glauben, Hilfe anzunehmen sei ein Zeichen von Schwäche.
In Wahrheit ist es ein Zeichen von Stärke.
Hilfe anzunehmen bedeutet oft auch, lernen zu dürfen, >> Nein zu sagen und Grenzen zu setzen.
9. Analysiere weniger
Hochsensible Mamas denken oft sehr viel.
Sie analysieren Situationen immer wieder.
Doch manchmal hilft es mehr, Dinge einfach anzunehmen.
Nicht alles braucht eine perfekte Lösung.
10. Mach einfach
Perfektionismus hält uns oft davon ab, überhaupt zu beginnen.
Doch der perfekte Zeitpunkt existiert selten.
Der wichtigste Schritt ist oft der erste.
11. Schreibe ein Erfolgstagebuch
Schreib auf, was du an alles gemacht hast.
Es geht überhaupt nicht darum, dass das große Dinge sein müssen oder Aufgaben, die du fertiggestellt hast.
Du schreibst alles auf, was dir einfällt, was du getan hast.
So verändert sich der Fokus deines Gehirns und du nimmst dem Perfektionismus schrittweise die belastende Macht.
12. Nimm dir weniger vor
Plane bewusst weniger Aufgaben.
Drei wichtige Dinge pro Tag reichen völlig aus.
Alles Weitere ist ein Bonus.
Kleine, liebevolle Gewohnheiten können deinen Alltag enorm erleichtern. Hier erfährst du, >> welche Gewohnheiten dir als Mama wirklich helfen.
13. Atme
Der einfachste Tipp – und oft der wichtigste.
Wenn du merkst, dass Druck entsteht:
Halte kurz inne.
Atme tief in deinen Bauch.
Das bringt dich zurück in deine innere Ruhe.
Der wichtigste Schritt: Sei liebevoll mit dir
Perfektionismus verschwindet nicht über Nacht.
Und er verschwindet auch nicht, indem du versuchst, ihn „perfekt“ loszuwerden.
Der wichtigste Schritt ist:
Begegne dir selbst mit mehr Freundlichkeit.
Du musst nicht alles perfekt machen.
Du darfst Fehler machen.
Du darfst Pausen machen.
Du darfst unperfekt sein.
Denn genau so bist du für deine Kinder bereits die beste Mama.
Wenn du merkst, dass Perfektionismus dich stark belastet
Viele hochsensible Mamas kämpfen damit, ständig funktionieren zu müssen.
Dabei reagiert oft einfach ihr Nervensystem besonders sensibel auf Druck, Reize und Erwartungen.
Wenn du besser verstehen möchtest,
- warum dein Nervensystem so reagiert
- warum du dich schnell überfordert fühlst
- und wie du wieder mehr innere Ruhe findest
dann kannst du hier >> unser € 0,- E-Book über Hochsensibilität lesen.
Darin zeige ich dir, wie du deine Sensibilität verstehen und als Stärke nutzen kannst.
Fazit
Perfektionismus verschwindet nicht über Nacht.
Doch jeder kleine Schritt hin zu mehr Selbstfreundlichkeit bringt dich näher zu einem entspannteren Mama-Alltag.
Du darfst lernen,
- dir weniger Druck zu machen,
- deiner Intuition zu vertrauen
- und wieder mehr auf deine innere Balance zu hören.
Wenn du merkst, dass Perfektionismus und Überforderung dich immer wieder einholen, begleite ich dich sehr gern dabei, dein Nervensystem zu beruhigen und neue Wege im Mama-Alltag zu finden.
In meinem >> 1:1 Mentoring für hochsensible Mamas arbeiten wir gemeinsam daran, dass du wieder mehr Ruhe, Sicherheit und Leichtigkeit in deinem Alltag spürst.

2 Kommentare zu „Perfektionismus loswerden 13 Tipps“
Die Tipps sind goldrichtig. Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich bestätigen, dass das Hinterfragen eigener Glaubenssätze und das Innehalten, um einen Zusammenbruch zu vermeiden, so so wichtig sind. Heute sind meine beiden Jungs Teenager und bald erwachsen. Als sie klein waren, hatte mein Tag immer zuwenig Stunden und ich hatte immer nur das Gefühl, bei allem hinterher zu laufen. Bis ich im Burnout gelandet bin, in die Klinik musste und schmerzhaft erfahren musste, dass ich einen großen Anteil an meinem Zusammenbruch hatte. Nur, weil nichts mehr ging, war ich bereit zurückzustecken. Weil ich keine Kraft mehr hatte. Jahrelang war ich für alle da und für alles alleine zuständig, zumindest meinte ich das. Ich musste lernen, Zuständigkeiten zu hinterfragen und abzuwarten, dass jemand anderes auch mal hilft und Dinge übernimmt.
Die kindliche Prägung hat eine nicht unerhebliche Beeinflussung: meine Mutter war „nur“ Hausfrau und Mutter und dementsprechend war der Hauhalt perfekt geführt. Sich selbst einzugestehen, dass das kaum möglich ist, die Kinder zu versorgen, zu fördern (musisch und sportlich), den Haushalt zu führen UND beruflich tätig zu sein, ohne sich selbst aus dem Blickfeld zu verlieren.
Heute gebe ich Zuständigkeiten ab, verteile Aufgaben im Haushalt und lass auch mal was liegen. Und das Leben funktioniert besser. Für die gesamte Familie.
Liebe Christiane, danke dir von Herzen für deine Gedanken und dass du all diese persönlichen Themen mit uns teilst. Ich fühle sehr mit dir und kann mir wirklich gut vorstellen, wie anstrengend all das für dich war. Und umso schöner, dass du nun weißt, was du brauchst, um dich wohl zu fühlen. Natürlich wäre es ohne Burnout feiner gewesen und ich wünsche mir für dich, dass du weiterhin so gut auf dich achten kannst. Alles Liebe, Stephanie